Sesam

sesamum indicum, s. orientale

Sesamsamen, simsim (arab.), til (ind.), goma (jap.), susam (türk.)

Kategorie
Gewürze, Sesamgewächse (pedaliaceae)

Beschreibung

Die Sesampflanze aus der Familie der Sesamgewächse (Pedaliaceae) gehört wohl zu den ältesten Kulturpflanzen. Auf einem bis zu 2 Meter hohem Halm mit länglich ovalen Blättern blüht die Sesampflanze weinrot oder weiß. Nach der Reife der 2 mm großen Samenkapseln werden die Sesampflanzen geschnitten und in Bündeln getrocknet. Dabei öffnen sich die Kapseln langsam und der Sesamsamen fällt heraus.

Herkunft

Ursprünglich wurde Sesam in Persien, Indien und Afrika angebaut, mittlerweile gibt es auch Sesam aus China, Mittelamerika und der Türkei.

Aroma

Geröstete Sesamsamen sind angenem aromatisch, ungeschält leicht bitter.

Verwendung

Die Samen, getrocknet oder gemahlen, geben ihr Aroma zu Back- und Süßwarem, werden aber auch in der asiatischen und mittelamerikanischen Küche verwendet. Sesam enthält bis zu 50 % Öl aus ungesättigten Fettsäuren, Protein Vitamin E und Lecitin. Sesamsamen und-öl werden in der Heilkunde seit langem innerlich und äußerlich empfohlen. In der chinesischen Küche wird Sesamöl auch als Würze verwendet.

Einkauf / Aufbewahrung

Sesamsamen werden im Supermarkt, Asienladen oder Feinkostgeschäft angeboten. Achten Sie beim Einkauf auf gleichmäßige Farbe und Größe der Samen. Luftdicht, trocken und dunkel aufbewahrt, hält sich Sesam fast ein Jahr. Kaufen Sie trotzdem nicht gleich große Mengen, wenn Sie ihn nur selten verwenden. Wie alle ölhaltigen Lebensmittel kann er ranzig werden.

Ersatz

Sesamsamen lassen sich nicht ersetzen.

Gesundheit

Kaufen Sie Sesam stets ohne Schale, in ihr befindet sich nämlich Oxalsäure, die nicht nur bitter schmeckt, sondern auch  nierenempfindlichen Menschen zu schaffen machen kann. Die kleinen Samen bieten ansonsten ein Maximum an Gesundheit: Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, hochwertiges pflanzliches Eiweiß, Vitamine, Nervennahrung in Form von Lecithin, dazu die Mineralstoffe Eisen und Kalzium.

Geschichte

Sesam gehört zu den ältesten Pflanzen, die wegen ihrer Samen angebaut wurden. Im antiken Ägypten und in Babylon war Sesam eine Würze für Brot. Dieser Brauch hat sich bis heute erhalten. In der Osttürkei haben Ausgrabungen belegt, dass bereits um 900 v. Chr. Öl aus den Samen des Sesam gewonnen wurde. Öl, das aus rohen Sesamsamen gewonnen wurde, ist reichhaltig an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und eignet sich sehr gut zum Kochen.