Rosmarin

rosmarinus officinalis

Meertau, Brautkraut, Kranzkraut, Weihrauchkraut, Anthoskraut, Meertau, Marienkraut, Biberiy (türk.)

Kategorie
Pflanzen, Lippenblütler (lamiaceae)

Beschreibung

Die Rosmarinpflanze aus der Familie der Lippenblütler ist ein immergrüner Halbstrauch, der 90 cm Höhe erreicht, teilweise auch bis auf 1,5 m wachsen kann. Die kantigen Stengel verholzen im zweiten Jahr und tragen dunkelgrüne, nadelförmige Blätter, deren Unterseite stark filzig behaart sing. Zur Blütezeit bilden sich kleine blaue bis violette Blütenbüschel. Die Pflanze bevorzugt leicht trockene Erde und einen sonnigen Standort, nimmt bei Frost leicht Schaden. Im Winter übersteht Rosmarin die kalte Jahreszeit am besten im Kübel bei etwa 5 °C, man kann die Pflanze aber auch in der Wohnung kultivieren.
Die Blütezeit des Rosmarin dauert von Mai bis Juni.

Herkunft

Rosmarin ist ein Gewächs mediteraner Herkunft und deshalb auch nicht winterhart. Die Anbaugebiete sind überwiegend Frankreich, Spanien, Nordafrika und die USA.

Aroma

Die schmalen, blaugrünen Blätter besitzen ein intensives, leicht harziges Aroma, das leicht an Tannennadeln erinnert.

Verwendung

Frische oder getrocknete Zweige werden als Würze zu Fleischgerichten, gebackenem Fisch oder Salaten gereicht.

Einkauf / Aufbewahrung

Frischen Rosmarin erhält man am einfachsten im Gartenfachhandel als Jungpflanze oder getrocknet im Gewürzregal.

Ersatz

Das Aroma des Rosmarin lässt sich leider nicht ersetzen.

Gesundheit

Die Hauptinhaltsstoffe des Rosmarin sind ätherisches Öl, Gerbstoffe, Saponine und Bitterstoffe. Rosmarin unterstützt das schwache Herz und baut den Körper bei körperlichen und geistigen Erschöpfungszuständen auf. In der Volksmedizin wird Rosmarinwein zur Steigerung der Abwehrkräfte und zur schnelleren Rekonvaleszenz eingesetzt. Hebammen wuschen Mutter und Kind nach der Geburt mit Rosmarin-Tee, um Infektionen vorzubeugen. Hildegard von Bingen empfahl Frauen, sich angewärmtes Rosmarinöl auf den Unterleib zu reiben, um Menstruationsschmerzen zu lindern.
Gegen Verdauungsbeschwerden oder zur Linderung einer Infektion hilft Rosmarintee:
1 Teelöffel Rosmarinblätter wird mit 1 Tasse heißem Wasser übergossen und muss 15 Minuten ziehen. Anschließend abgießen und heiß trinken.

Geschichte

In der Antike wurde Rosmarin wegen seines starken Duftes häufig für kultische Zwecke verwendet und galt als Mittel zur Verbesserung des Gedächtnisses.
Im Mittelalter wurde Rosmarin auch als Weihrauch oder zum Würzen von Wein verwendet. Der immergrüne Strauch galt als Pflanze der Liebe und des Todes. Lange Zeit war es üblich, dass Bäute einen Kranz aus Rosmarin tagen, Neugeborenen legte man einen Zweig Rosmarin in die Wiege.